Nachhaltigkeits-Marketing, mal ehrlich und redlich

Das Begriffspaar „Nachhaltigkeits-Marketing“ war für mich bislang eine leere Worthülse, ein Feigenblatt. Für meinen Geschmack steckt zu oft Greenwashing dahinter. Zu selten beschreibt es eine gute Absicht bzw. ein redliches Umweltbewusstsein. Die Werbekampagne von Patagonia hat nicht nur meine Aufmerksamkeit geweckt, sondern mir auch erklärt wie Nachhaltigkeit im Marketing und Management funktioniert.

Wenn ein Hersteller für Outdoorkleidung damit wirbt bloß nicht seine Jacken zu kaufen, dann fragt man sich, ob das der Gag eines durchgeknallten Kreativen war? Oder blindwütige Effekthascherei um Aufmerksamkeit, koste es was es wolle? Oder ist das auf dem Bild etwa eine Jacke des Wettbewerbers? Bei Patagonia ist es nichts von alledem. Es ist schlicht und einfach ehrlich gemeint. Yvon Chouinard, Chef und Spiritus Rector der Outdoormarke Patagonia, kommentiert seine Kampagne so: „Wir haben es todernst gemeint. Es war kein Marketing-Trick, wir wollten die Leute dazu bringen, zweimal darüber nachzudenken, was sie alles kaufen.“ (Spiegel Online)

Da kann man nichts dagegen sagen, das kaufe ich ihm ab. Auch, wenn er im zweiten Satz darauf hinweist, dass die Kunden am Ende mehr gekauft hätten, „Aber wenigstens von uns und nicht von irgendjemandem, der keine Verantwortung für seine Produkte übernimmt.“ Jetzt habe ich verstanden was Nachhaltigkeits-Marketing ist.

Siehe auch der entsprechende Bericht im Prodir Magazin 06/2017:
Patagonia

Virtual Reality und der Journalismus – der Anfang vom Ende?

Virtual Reality durch die Brille des Journalisten betrachtet

In dem Moment, in dem ich mir die kastenförmige Brille aufsetze, verlasse ich die Gegenwart und tauche ein in eine künstliche Welt, in die sogenannte Virtual Reality (VR). Eine von Mensch und Computer geschaffene Realität entfaltet sich und nimmt mich auf. Ich frage mich: „Ist das nur ein gehypter Gag, der mein Gehirn austrickst oder eine ernstzunehmende Entwicklung in der Medienlandschaft?“ Weiterlesen

Frage an Agenturchefs: „Ruhm und Ehre, reicht das?“

Agenturmanagement
„Läuft Ihre Agentur profitabel?“ Noch direkter gefragt: „Verdienen Sie genug Geld?“ Auch wenn die Motivation für kreative Werbung nicht vorrangig monetär getrieben ist, am Ende geht’s ums Geld. Ruhm und Ehre streicheln das Ego des Kreativen. Und für einen Award, manchmal auch nur für ein Lob vom Kunden, macht der Vollblut-Werber fast alles: z.B. keinen Feierabend und keinen Gewinn. „Effizienz und Kostendruck bremst die Kreativität“, lautet ein branchenübliches Dilemma. Ich bin der Meinung, dass Kreativität und Profitabilität nicht im Widerspruch zueinander stehen. Ganz im Gegenteil, kreative Agenturen haben die besten Vorraussetzungen auch profitabler zu sein. Die Frage ist nur, wird dieses Potenzial auch ausgeschöpft? Weiterlesen

TailorWord #5: Wer schreibt, der bleibt

Über die Zukunft des Schreibens

Wer meint, dass das Schreiben keine Zukunft hat, könnte gleich das Denken mit infrage stellen. Zugegeben, Roboter basteln heute schon mithilfe von Algorithmen Textbausteine und verfassen Sportnachrichten und Wetterberichte. Auch die Untergangsszenarien für Zeitungen, Zeitschriften und gedruckte Bücher mögen den Wandel in der Medienwelt beschwören, sie haben jedoch nur bedingt etwas mit dem geschriebenen Wort, dem Ausdruck einer Formulierung oder dem Stil eines Textes zu tun. Weiterlesen

TailorWord #4: Von „postfaktisch“ zu „multireal“

Gefühlte 15 Jahre ist es her, dass die Wettervorhersage für Temperaturen eine zweite Maßeinheit einführte. Die „gefühlte Temperatur“ wurde im nasskalten und windigen Winterwetter schnell zu der zweiten Größe neben den in Zahlen gemessenen Minus- oder Plus-Graden. War das damals der Ursprung der postfaktischen Ära von dem heute nicht nur die Kanzlerin spricht? Das Phänomen, dass Fakten gegenüber der gefühlten Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle spielen, ist nicht neu. Politikfähig wurde es spätestens mit der Aussage des AFD Vorsitzenden in Berlin, Georg Pazderski: „Es geht nicht nur um die reine Statistik, sondern es geht da drum, wie das der Bürger empfindet. Das heißt also das, was man fühlt, ist auch Realität.“ Auch im aktuellen US-amerikanischen Wahlkampf belegt der dortige Faktencheck nur, dass sich in Wirklichkeit keiner daranhält. Weiterlesen

TailorWord #3: Digitalisierung, Fluch oder Segen?

Ist die Digitalisierung Fluch oder Segen für unsere Gesellschaft? Mit dieser und den folgenden Fragen beschäftige ich mich in dem beiliegenden Aufsatz:

  • Was machen wir mit der Digitalisierung? – Was macht die Digitalisierung mit uns?
  • Werden die digitalen Massen politische Mehrheiten bilden und Einfluss auf die Politik nehmen oder steuert die Politik die digitalen Massen?
  • Verändert der einzelne Nutzer das Internet oder verändert das Internet den Nutzer?
  • Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Wirtschaft und wie verändert sie die Kommunikation?
  • Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf unser Denken und Lernen?

Pdf zum Download: Digitalisierung

 

Für Marketing und Werbung gilt: „Maßarbeit ist Geld wert.“

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Werbeerfolg lässt sich weder präzise berechnen noch vollständig messen (auch wenn Forschung und Wissenschaft Fortschritte gemacht haben). Gespür, Neugier und kontrollierte Risikofreude bleiben die wesentlichen Faktoren für erfolgreiche Kommunikation. Für die Kreation, die Mediaplanung u. -auswahl, die Produktion von Werbemitteln ist das richtige Maß zu finden. Je komplexer die Werbe- und Medienwelt wird umso wichtiger werden die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit.

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